4/I/2022 Eine moderne und bundesweit einheitliche Ausbildung zur/zum Erzieher*in

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Status:
Nicht abgestimmt

Die SPD-Havelland setzt sich über die SPD Brandenburg für eine bundesweit einheitliche Ausbildung zur/zum Erzieher*in ein.

Ähnlich wie andere Ausbildungsberufe soll die Erzieher*innenausbildung künftig dual nach dem Berufsbildungsgesetz ausgestaltet werden, die Auszubildenden direkt mit Ausbildungsvertrag in einem Ausbildungsbetrieb eingestellt werden und eine tariflich angemessene Ausbildungsvergütung erhalten.

Begründung:

Der Bedarf an gut ausgebildeten Erzieher*innen in allen Bereichen, Kommunen und weiteren staatlichen Institutionen steigt beständig. Zugleich befinden sich alle Beteiligten in einem Wettbewerb um die besten Köpfe. Auch aufgrund zunehmender Personalknappheit arbeiten viele Kommunen mit Zuschüssen, Förderungen oder anderen Personalgewinnungskonzepten, die stark von der kommunalen Leistungsfähigkeit abhängen und stellen verstärkt Quereinsteiger*innen ein.

Die Erzieher*innenausbildung selbst ist in allen Bundesländern unterschiedlich geregelt.

Bei einer bundesweit einheitlichen Erzieher*innenausbildung nach dem BBiG würden Phasen in der beruflichen Schule und in einem Ausbildungsbetrieb zur Ausbildung gehören. Ebenfalls würde mit einem Ausbildungsbetrieb bzw. einer -einrichtung ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen werden. Dieser Ausbildungsvertrag schützt die Auszubildenden zugleich.

Insgesamt wird dadurch die Bindung an den Ausbildungsbetrieb gestärkt und die Personalplanung gerade auch bei den KiTa-Trägern, zu denen vielfach die kommunale Ebene gehört, vereinfacht.

Eine Ausbildung sollte einstufig gestaltet sein, d.h. in diesem Modell entfallen Zugangsvoraussetzungen. Ebenso wird die Ausbildung – wie auch im BBiG vorgesehen – nicht an einen bestimmten allgemeinbildenden Schulabschluss geknüpft, sondern ein Auswahlverfahren im Betrieb prüft die Voraussetzungen des/ der Bewerber*in für das Berufsfeld.

Im Gegensatz zu den im BBiG geregelten Erstausbildungen muss der Erzieher*innenberuf jedoch qualitativ auf dem DQR Niveau 6 verankert werden. Dieses Erfordernis begründet sich durch die Anforderungen an die sozialpädagogischen Arbeitsfelder.

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