36/I/2016 Erforschung eines Medikaments für Alkoholkranke

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Status:
Annahme

Die SPD sollte auf allen Ebenen dafür eintreten, dass eine Studie angefertigt wird bzw. die zu erwartenden positiven Ergebnisse von französischen Studien umgesetzt werden, damit Ärztinnen und Ärzte aus der Grauzone herauskommen, das Medikament verschreiben und Krankenkassen die Kosten übernehmen können.

Begründung:

Alkoholismus ist eine zerstörende Krankheit mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen. Sie betrifft nicht nur die Kranken selbst, sondern ihr gesamtes Umfeld mit Familie, Freunden und Bekannten sowie Arbeitskollegen.

Die Folgen dieser Krankheit kosten den Staat jährlich etwa 27 Milliarden Euro.

Nun gibt es seit einiger Zeit das Medikament Baclofen, dessen hohe Wirksamkeit eine Studie der Charité nachgewiesen hat. Wegen der geringen Zahl der Probanden wird diese Studie nicht anerkannt. Nach einem Bericht der ARD am 17.8.16 um 21.45 Uhr in DAS ERSTE – Plusminus genügt die Anzahl der Probanden nicht, um zu einer Zulassung von Baclofen für die Alkoholismusbehandlung zu führen. Baclofen ist ein bekanntes Medikament, es wird seit 40 Jahren z. B. für die Behandlung von Multipler Sklerose eingesetzt.

Weder die Rentenversicherung noch der Gesamtverband der Krankenkassen oder Gesundheitsministerien haben sich nach dem Bericht der ARD für zuständig befunden, eine Wirksamkeitsstudie zu veranlassen, weil die Kostenübernahme dafür nicht geregelt ist.

Das kann nicht hingenommen werden.

Empfehlung der Antragskommission:
Überweisung an: Landesvorstand
Version der Antragskommission:

Begründung:

  • zur Recherche und Präzisierung
Stellungnahme(n):
Beschlussfassung durch den SPD-Landesvorstand Ablehnung

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