23.05.2025
Die SPD-Landtagsfraktion Brandenburg wird aufgefordert, Maßnahmen auf den Weg zu bringen, welche die Zeit, die SuS für tägliche Schulwege in Brandenburg aufbringen müssen, zu verringern. Mittelfristig (bis 2030) sollte kein Schulweg länger als 30 Minuten betragen.
Folgende Punkte sollen dafür angegangen werden:
- Die verstärkte Einhaltung des §4 im Brandenburgischen Schulgesetz verankerten Hinweises zu Schulwegen: „Die Anforderungen und die Belastungen durch Schulwege […] müssen der Entwicklung der Schülerin oder des Schülers entsprechen, zumutbar sein und ausreichend Zeit für eigene Aktivitäten lassen.“
- Erfassung und Evaluation der bisherigen Schulwegesituation von SuS in Brandenburg, um Problembereiche besonders langer Schulwege im Land zu identifizieren. Diese Evaluierung soll alle drei Jahre fortgeschrieben werden, um Verbesserungen und Stillstand transparent sichtbar zu machen.
- Abgeleitet aus der Evaluierung soll schrittweise eine qualitative Verbesserung von Schulwegen stattfinden. Diese gilt es gemeinsam mit den Schulen, Schulträgern und SuS herauszuarbeiten und schnellstmöglich umzusetzen. Mögliche Maßnahmen hierfür sind: die Optimierung und der Ausbau des ÖPNV, insbesondere im ländlichen Raum; der Ausbau von Radwegen, um das Rad als Verkehrsmittel bei jungen Menschen zu stärken; die Optimierung der Verteilung von Schülern an weiterführende Schulen, um besonders im ländlichen Raum überlange Schulwege zu vermeiden und die Last auf viele Schultern zu verteilen; die Anpassung von Schulanfangszeiten an ÖPNV-Haltezeiten bzw. umgekehrt.
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23.05.2025
Die Mitglieder der Landesregierung, insb. der Bildungsminister, sowie SPD- Landtagsfraktion werden aufgefordert, sich für eine umfassende Reform des Politikunterrichts in Brandenburg einzusetzen, der die politische Bildung an Schulen systematisch stärkt.
Diese Reformen sollen folgende Aspekte mit berücksichtigten:
- Die Demokratiebildung soll auf allen Schulformen gestärkt werden, indem Schulen zur konsequenten Umsetzung der Schüler*innenbeteiligung aufgerufen werden.
- Es muss ein durchgängiges Unterrichtsangebot in den Fächern Politik und Geschichte von der Grundschule bis zum Ende der Sekundarstufe I sichergestellt werden, das am Leitbild geschichtsbewusster, mündiger Bürger*innen ausgerichtet ist.
- Die Sek I – II soll dahingehend angepasst werden, dass ab der 7. Klassenstufe ein wöchentlicher Unterricht der politischen Bildung von mindestens einer Doppelstunde erfolgt.
- Die GOSTV soll dahingehend angepasst werden, dass an allen Schulen mit gymnasialer Oberstufe das Fächer Politische Bildung und Geschichte sowohl als Grund- als auch als Leistungskurs verpflichtend angeboten werden müssen.
- Die Sek I- II soll dahingehend angepasst werden, dass ab der 9. Klassenstufe ein wöchentlicher Unterricht der politischen Bildung von mindestens einer Doppelstunde erfolgt.
- Die Rahmenlehrpläne in den gesellschaftswissenschaftlichen Unterrichtsfächern werden dahingehend angepasst, dass
- Der Beutelsbacher Konsens die Grundlage des Lehrer*innenhandelns ist.
- Schüler*innen mit den Werten des Grundgesetzes und ihren Notwendigkeiten vertraut gemacht werden.
- Schüler*innen sollen praktisch zu demokratischer Partizipation animiert und befähigt werden (z.B. durch das Aufzeigen konkreter Partizipationsmöglichkeiten in der Kommune oder den Voraussetzungen zur Initiierung von Petitionen und Volksbegehren).
- Schüler*innen zur respektvollen Diskussion politsicher Werte, historischer Entwicklungen und Reflexion auf aktuelle Kontexte befähigt werden.
- Die Qualität des Politikunterrichts muss gesichert werden. Dafür sollen Lehrkräfte regelmäßig gegenseitig Unterrichtshospitation zur konstanten Evaluation und Verbesserung ihrer Unterrichtsqualität durchführen und dafür Anrechnungsstunden erhalten.
- Lehrerfortbildungen sollen intensiviert werden, damit Lehrkräfte die notwendigen Professionalisierung erhalten, um praxisorientierten und zeitgemäßen Politikunterricht anzubieten.
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23.05.2025
Die SPD Brandenburg setzt sich dafür ein, dass Schüler*innen der neunten Klasse verpflichtend im Rahmen ihres Politikunterrichts kommunalpolitisch gebildet werden. Dies soll in Form eines Planspieles in kommunalen Gremien erreicht werden. Dieses Vorhaben soll die Landesregierung in ihrer aktuellen Umstrukturierung des verbindlichen Lehrplanes berücksichtigen.
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