44/I/2026 Schienengebundener Personennahverkehr im LK OSL

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Status:
Nicht abgestimmt

Der SPD-Unterbezirk Oberspreewald-Lausitz fordert den Landesparteitag der SPD-Brandenburg, die sozialdemokratischen Mitglieder der Landesregierung, der SPD-Landtagsfraktion und die Brandenburger Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion auf, ein integriertes Konzept für den schienengebundenen Personennahverkehr (SPNV) im OSL-Kreis entsprechend der folgenden Punkte zu erarbeiten und umzusetzen.

Integriertes SPNV-Konzept
In Abstimmung mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), den betroffenen Landkreisen und Kommunen sowie der Deutschen Bahn AG und weiteren Infrastrukturunternehmen ein integriertes Konzept für einen zukunftsfähigen SPNV des Landkreises Oberspreewald-Lausitz vorzulegen. Das Konzept soll insbesondere: Maßnahmen für bessere Reisezeiten, Pünktlichkeit und Anschlusssicherheit, die mittelfristige Angebotsentwicklung (Takte, Linienführungen, Direktverbindungen) sowie die Verzahnung mit Strukturstärkungsgesetz und Deutschlandtakt darlegen.

Den Blick auf folgende Achsen zu legen und sie entsprechend weiterzuentwickeln,  sodass

    Achse Cottbus – Senftenberg – Ruhland – Priestewitz – Dresden
    – die zulässige Höchstgeschwindigkeit, insbesondere zwischen Neupetershain – Senftenberg – Ruhland – Priestewitz, auf mindestens 120 km/h angehoben wird
    – bestehende Langsamfahrstellen in den Bahnhöfen Senftenberg und Ruhland abgebaut werden
    – der eingleisige Abschnitt Ruhland – Priestewitz auf Kapazität und Beschleunigung geprüft wird, einschließlich Varianten für einen zweigleisigen Ausbau oder zusätzliche Begegnungsabschnitte, um Reisezeiten von 80–90 Minuten (Cottbus–Dresden) bzw. unter 60 Minuten (Senftenberg–Dresden) zu ermöglichen.

    Achse Berlin – Lübbenau – Calau – Altdöbern – Großräschen – Senftenberg
    – die zulässige Höchstgeschwindigkeit zwischen Lübbenau, Calau, Großräschen und Senftenberg auf mindestens 120 km/h angehoben wird,
    – das zweite Gleis im Haltepunkt Luckaitztal reaktiviert wird,
    – das fehlende zweite Gleis zwischen Altdöbern und Großräschen wieder aufgebaut wird
    – in den Bahnhöfen Altdöbern und Großräschen jeweils ein zweiter Bahnsteig errichtet wird, der leistungsfähige Zugkreuzungen und barrierefreie Einstiege ermöglicht,
    – der Bahnhof Calau barrierefrei umgebaut und so gestaltet wird, dass möglichst bahnsteiggleiche Richtungsanschlüsse zwischen Leipzig und Berlin über Lübbenau/Lübben (Spreewald) sowie Altdöbern/Großräschen/Senftenberg und Cottbus erreichbar sind.

    S-Bahn-Verlängerung Dresden – Kamenz – Senftenberg
    im Rahmen der Fortschreibung des Landesnahverkehrsplans und des SPNV-Perspektivnetzes 2030+ die Verlängerung der S-Bahn-Linie S8 Dresden – Kamenz nach Senftenberg als prioritäres Vorhaben zu unterlegen.
    Zudem sollen:
    – Möglichkeiten einer stufenweisen Umsetzung, z. B. durch beschleunigte Regionalzüge auf der Relation Senftenberg – Hosena – Kamenz, geprüft werden und
    – gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen, dem VBB und dem VVO ein Fahrplan- und Finanzierungskonzept für ein attraktives, mindestens stündliches Angebot erarbeitet werden.

     RE 10 Linie Frankfurt (Oder) – Leipzig

      -Eine umgehende Kapazitätserhöhung des Sitzplatzangebots (zusätzliche Waggoneinheit) ist erforderlich, da eine permanente sehr hohe Auslastung dieser Linie gegeben ist.

      -Eine Taktverbesserung von 120 Minuten auf 60 Minuten ist anzustreben, da diese Verbindung sehr stark nachgefragt wird.

      Mehr Fernverkehrsmöglichkeiten schaffen

        Die Lausitz braucht mehr Knotenpunkte für den Schienenfernverkehr. Großstädte wie Cottbus sowie Umsteigepunkte in Lübbenau oder Falkenberg (EE) müssen verstärkt mit Fernverkehrsangeboten ausgestattet werden. Dort wo es möglich ist, müssen Züge der Klasse IC oder ICE vermehrt halten. Entsprechend notwendige, bauliche Maßnahmen sind durch die Deutsche Bahn vorzunehmen. Der Fernverkehr sorgt für mehr Tourismus und Geschäftsreisen in die Region.

        Begründung:

        Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist eine Schlüsselregion des Strukturwandels. Eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur, verlässliche Reisezeiten und attraktive Angebote im Schienenpersonennahverkehr sind zentrale Voraussetzungen für wirtschaftliche Entwicklung, Mobilität und Klimaschutz. Die vorgeschlagenen Maßnahmen verbessern die Anbindung an die Oberzentren, stärken die regionale Erreichbarkeit und unterstützen die Transformation der Lausitz zu einer modernen und zukunftsfähigen Industrieregion.

        Empfehlung der Antragskommission:
        Ablehnung
        Version der Antragskommission:

        Keine Einzelbeschlüsse im Verkehrsbereichs auf einem LPT.

        Barrierefreies PDF:

        Änderungsantrag zu diesem Antrag einreichen