29/II/2018 Die Energiewende in Brandenburg voranbringen

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Status:
Überweisung

Die SPD Brandenburg fordert die Landesregierung auf, durch verstärkte Förderung kleiner strom- und wärmeerzeugender Biomasseheizungen die Energiewende in Brandenburg voranzubringen.

Begründung:

Die gesteckten Klimaziele sind vor allem durch eine CO2-neutrale Energieversorgung zu erreichen. Zwar wird mit dem weiteren Ausbau von Windkraft- und Fotovoltaikanlagen bald genügend alternativ erzeugter Strom zur Verfügung stehen. Die Verteilung desselben stößt auf Grund der vorhandenen Netzkapazität jedoch an Grenzen, die so bald nicht zu beheben sein werden. Darum sollte jetzt in unserer Region vor allem eine dezentrale, CO2-neutrale Energieversorgung, die Wärme und Strom direkt beim Verbraucher erzeugt, gefördert werden.

Der neue KFW 40 Plus Standard für energieeffiziente Wohnhäuser schreibt eine regenerative Stromerzeugung vor. Wenn diese Stromerzeugung mit einem BHKW erfolgt, darf sie nur nachwachsende Brennstoffe einsetzen. Hierfür bieten sich kleine strom- und wärmeerzeugende Biomasseheizungen an. Als Beispiel für deren Förderung kann die entsprechende Richtlinie Österreichs zu Rate gezogen werden (5.000 Euro für stromerzeugende Biomasse-Stirling-Heizanlagen). Auch sollte die seit 01.01.2018 in Brandenburg geltende bis zu 80 %-ige RENplus-Förderung neuer gewerblicher KWK-Anlagen auf derartige private Investitionen ausgedehnt werden.

Die Förderrichtlinie sollte strenge Abgasgrenzwerte beinhalten, die durch den Einbau eines Feinstaubfilters zu erreichen sind. Sie sollte auf die Verwendung zertifizierter Brennstoffe, z.B. Pellets aus heimischen Holzabfällen (Blauer Engel), bestehen. Die im Haus nicht verbrauchte Energie wird ins Netz eingespeist. Sie könnte aber auch die Batterie eines eMobils laden oder in Verbindung mit einem Stromspeicher eine der Öffentlichkeit zugängliche Ladesäule mit Strom versorgen. Wegen der mit einer flächendeckenden Vielzahl solcher dezentraler Stromerzeuger und Batteriespeicher verbundenen Stabilisierung des Netzes, würden sich die für die eMobilität notwendigen immensen Netzausbaukosten weithin erübrigen.

Wir sollten die Chance ergreifen, durch entsprechende Wirtschaftsförderung z.B. der in Potsdam entwickelten Stirlingmotor-Technologie (2-ZGM-1kW) zur Serienreife zu verhelfen, um uns auf dem rasant wachsenden Markt neuer Technologien zur CO2-Vermeidung zu profilieren. Mit dieser Technologie können Wärme und Strom CO2-neutral mit einem Gesamtwirkungsgrad von über 90 % (20 % Strom, über 70 % Wärme) erzeugt werden. Herkömmliche Kraftwerke zur Stromerzeugung haben in etwa einen Wirkungsgrad von lediglich 40 %.

Empfehlung der Antragskommission:
Überweisung an: Programmkommission

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