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Wir fordern die SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg auf, eine effektive Strategie für die Fortbildung von Lehrkräften im Bereich Medien zu entwickeln. Der Fokus dieser Strategie muss auf der Fähigkeit liegen, rechte Social Media Inhalte zu erkennen und aktiv gegenzusteuern. Gemeint sind hierbei vor allem jene Inhalte, bei denen es sich um offensichtliche Falschinformationen handelt bzw. jene Inhalte, welche den Grundsätzen der freiheitlich demokratischen Grundordnung gegenüberstehen.
Rechte und vor allem rechtsextreme Akteure nutzen soziale Medien gezielt, um junge Menschen mit Falschinformationen und Hetze zu erreichen und zu beeinflussen. Diese Strategien gefährden zunehmend die demokratische Diskussionskultur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das hat zur Folge, dass sich Schulen immer mehr zu Orten entwickeln, an denen sich die Auswirkungen digitaler Radikalisierung unmittelbar zeigen.
Lehrkräfte stehen täglich in Kontakt mit Jugendlichen, die über soziale Medien mit diesen extremistischen Narrativen und Strategien in Berührung kommen. Nichtsdestotrotz fehlt es bisher an Fortbildungsangeboten, welche sich explizit mit der Erkennung und Einordnung solcher extremen Inhalte befassen. Auch die richtige pädagogische Reaktion darauf steht bisher nicht im Fokus. Genau diese Inhalte sind aber essenziell, um langfristig die weitere gesellschaftliche Spaltung zu vermeiden und den demokratischen Diskurs wieder in einen angemessenen Rahmen zu bringen.
Als SPD haben wir die Verantwortung, Demokratiebildung zu stärken und jene zu unterstützen, die tagtäglich die Werte unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung vermitteln. Im Rahmen dieser Verantwortung müssen wir Strukturen schaffen, um Lehrkräfte zu befähigen, rechte Online-Propaganda zu erkennen und Jugendliche zu kritischem Denken und demokratischer Haltung zu ermutigen.
erledigt wegen Beschlusslage unter anderem 18/II/2018
