41/II/2018 Mehr Ärztinnen und Ärzte auf‘s Land: Medizinstudierende im Praktischen Jahr vergüten

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Status:
Überweisung

Die Landesregierung und die SPD-Landtagsfraktion werden aufgefordert, sich einzusetzen für: eine Bezahlung für Medizinstudierende im Praktischen Jahr, die sich verpflichten, anschließend mindestens drei Jahre ihre Facharztausbildung im ländlichen Raum Brandenburgs (nicht in kreisfreien Städten) zu absolvieren.

Begründung:

Die ärztliche Versorgung in Brandenburg ist schon jetzt durch fehlenden Ärzt/-innennachwuchs angespannt.

Die Hälfte der Hausärzteschaft in Brandenburg (ca. 1.600) ist über 55 Jahre alt. In den nächsten Jahren müssen also ca. 800 Hausärztinnen und Hausärzte ersetzt werden, nur um den aktuellen Stand zu halten. Die Situation bei den ambulant tätigen Fachärztinnen und Fachärzten ist nur wenig besser.

Medizinstudierende erhalten zehn Semester Unterricht an der Hochschule. Im elften und zwölften Semester arbeiten sie Vollzeit im Krankenhaus (und zukünftig auch 3 Monate in einer Arztpraxis). In diesem unbezahlten „Praktischen Jahr“ (PJ) sind sie frei in der Wahl des Bundeslandes und des Lehrkrankenhauses. Eine Vergütung bietet die Möglichkeit, mehr PJ-Studierende nach Brandenburg zu holen. Die Bedingung, die anschließende Fachärztin- bzw. Facharztausbildung im ländlichen Raum zu absolvieren, erhöht die Chancen, dass diese Nachwuchskräfte nach vier Jahren dauerhaft in der Mark bleiben. Auch der akute Mangel an Assistenzärztinnen und -ärzten in den Krankenhäusern könnte so kurzfristig gelindert werden.

Empfehlung der Antragskommission:
Überweisung an: Programmkommission

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