34/I/2026 Öffentlicher Raum für alle – Defensive Architektur verhindern, soziale Stadtentwicklung stärken!

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Status:
Nicht abgestimmt

Die SPD Brandenburg setzt sich dafür ein, dass sogenannte defensive oder feindliche Architektur im öffentlichen Raum abgelehnt, künftig verhindert als auch nachträglich zurückgebaut wird.

Statt auf bauliche Verdrängungsmaßnahmen zu setzen, sollen Kommunen bei der Gestaltung öffentlicher Räume mehr auf soziale, präventive und unterstützende Konzepte setzen. Dazu gehören insbesondere der Ausbau sozialer Angebote, die Stärkung der Straßensozialarbeit sowie eine Stadtplanung, die Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und Sicherheit für alle Menschen gewährleistet.

Die SPD Brandenburg spricht sich dafür aus, Kommunen bei der Entwicklung sozialer Leitlinien für eine menschenwürdige Stadtgestaltung zu unterstützen und defensive Architektur in kommunalen Bau- und Gestaltungsprojekten auszuschließen.

Begründung:

Defensive Architektur – etwa Sitzbänke mit Trennelementen, No-Sit-Spikes oder bewusst unbequeme Aufenthaltsflächen – wird häufig eingesetzt, um bestimmte Gruppen aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen. Diese Maßnahmen lösen jedoch keine sozialen Probleme, sondern verschärfen sie und stehen im Widerspruch zur Unantastbarkeit der Menschenwürde.

Insbesondere für wohnungslose Menschen erschwert defensive Architektur den Zugang zu Schutzräumen und behindert die Arbeit der Straßensozialarbeit. Gleichzeitig trifft sie auch andere Bevölkerungsgruppen wie ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Familien.

Eine sozialdemokratische Stadtentwicklung setzt auf Teilhabe statt Ausgrenzung. Öffentlicher Raum muss Begegnung ermöglichen und darf nicht durch bauliche Maßnahmen zum Instrument sozialer Trennung werden. Die Ursachen von Wohnungslosigkeit und sozialer Ausgrenzung müssen politisch und sozial bekämpft werden – nicht durch Beton, Spikes oder Abschreckung.

Empfehlung der Antragskommission:
Annahme (Konsens)
Version der Antragskommission:

Überweisung an Lavo

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