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57/I/2026 Für eine gerechte Reform der Erbschaftsteuer – fair besteuern, Brandenburgs Handlungsfähigkeit stärken

13.02.2026

Die SPD Brandenburg unterstützt die Bundes-SPD aktiv bei ihrem Bestreben nach einer Reform der Erbschaftsteuer.

 

Ziel dieser Reform muss es sein,

  • große Erbschaften künftig stärker und wirksamer zu besteuern,
  • bestehende Schlupflöcher, Privilegien und Verrechnungsmöglichkeiten – insbesondere bei der Vererbung großer Unternehmensvermögen – konsequent zu schließen,
  • sicherzustellen, dass kleine und mittlere Erbschaften nicht überproportional belastet werden,
  • während gleichzeitig die bislang vielfach genutzten Möglichkeiten zur Steuervermeidung bei sehr großen Erbschaften beendet werden.

 

Die SPD Brandenburg setzt sich dafür ein, dass die Erbschaftsteuer wieder stärker zu mehr Steuergerechtigkeit beiträgt und ihrer sozialpolitischen Lenkungswirkung gerecht wird.

 

Da die Einnahmen aus der Erbschaftsteuer den Ländern zufließen, soll die Reform ausdrücklich auch dazu beitragen, die Einnahmesituation des Landes Brandenburg zu verbessern und damit die finanzielle Handlungsfähigkeit sowie die politischen Gestaltungsspielräume der Landesregierung zu stärken – insbesondere für Investitionen in Bildung, Infrastruktur und öffentliche Daseinsvorsorge.

58/I/2026 Bundesverantwortung konsequent einfordern – Konnexität im Bundesstaat durchsetzen

13.02.2026

Die SPD Brandenburg fordert den Bund auf, das verfassungsrechtliche Prinzip der Aufgaben- und Finanzierungsverantwortung konsequent einzuhalten.

Bundesgesetzliche Aufgabenerweiterungen dürfen nicht zu strukturellen Belastungen der Länder und mittelbar der Kommunen führen.

Die föderale Finanzordnung des Grundgesetzes ist verbindlich umzusetzen.

56/I/2026 Jugendkulturpass Brandenburg-Berlin

13.02.2026

Die SPD-Fraktion im Landtag wird aufgefordert, sich für die Einführung eines gemeinsamen Jugendkulturpasses der Bundesländer Brandenburg und Berlin, im Wert von 100 Euro für junge Menschen zwischen 16 und 21 Jahren einzusetzen. Dieses Kulturguthaben soll für den Erwerb von Eintrittskarten und Tickets für kulturelle Veranstaltungen im Land Brandenburg und Berlin genutzt werden können. Insbesondere für Theater-, Kino- und Konzertbesuche, Museen, Lesungen, Festivals, Oper- und Tanzaufführungen sowie kulturelle Veranstaltungen in Clubs oder Jugendeinrichtungen. Genauso kann dieses Guthaben zum Erwerb für Kulturgüter, wie Bücher genutzt werden.

51/I/2026 Investitionen ermöglichen– Willkommenskultur strategisch weiterentwickeln

13.02.2026

Die SPD Brandenburg fordert die Brandenburger Landesregierung auf, Brandenburg zu einem führenden Standort für internationale Unternehmer*innen sowie Wissenschaftler*innen zu entwickeln.

Aufbauend auf bereits bestehenden Initiativen zur Fachkräftegewinnung und Willkommenskultur soll hierzu ein landesweites Pilotprojekt
„Welcome to Brandenburg – Investieren und Forschen leicht gemacht“ eingerichtet werden, dass insbesondere die Ansiedlung ausländischer Unternehmen, Investitionen und Forschungsvorhaben aktiv unterstützt.

52/I/2026 Gründen in 24 h

13.02.2026

Die SPD Brandenburg setzt sich für die Einführung einer einheitlichen digitalen Plattform („One-Stop-Shop“) für Unternehmensgründungen und Gewerbeanmeldungen ein. Diese Plattform soll landesweit über alle Kommunen, Gemeinden und Landkreise hinweg einheitlich genutzt werden.

Ziel ist es, sämtliche notwendigen Gründungsschritte in einem einzigen digitalen Vorgang zu bündeln.

Dazu gehören insbesondere:

  • die Gewerbeanmeldung,
  • die Eintragung in das Handelsregister,
  • die Vergabe der Steuernummer,
  • die Vergabe der Arbeitgebernummer sowie
  • Anmeldung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft.

Die vollständige Unternehmensgründung soll über diese Plattform innerhalb von 24 Stunden möglich sein.

53/I/2026 Festlegung eines maximalen Wasserbedarfs im Baurecht

13.02.2026

Die SPD Brandenburg setzt sich im auf Landes- und auf Bundesebene dafür ein, dass bestandssichere baurechtliche Festsetzungsmöglichkeiten für den maximalen jährlichen Wasserverbrauch pro Fläche für Angebotsbebauungsplanungen wie auch für vorhabenbezogene Bebauungspläne geschaffen werden.

54/I/2026 Stärkung des Ausbaus erneuerbarer Energien in kommunaler Verantwortung

13.02.2026

Die SPD Brandenburg setzt sich nachdrücklich für einen beschleunigten und verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien in kommunaler Verantwortung ein. Der Ausbau von Solar-, Wind- und Biogasanlagen ist ein zentraler Baustein für eine sozial gerechte, wirtschaftlich tragfähige und ökologisch nachhaltige Energiepolitik im Land Brandenburg.

 

Der konsequente Ausbau erneuerbarer Energien leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der nationalen und internationalen Klimaziele sowie zur Reduzierung von CO₂- und Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig stärkt er die regionale Wertschöpfung und eröffnet den Kommunen neue finanzielle Handlungsspielräume.

 

Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien sollen ausdrücklich als Investitionen in die Zukunft unserer Kommunen verstanden werden. Durch den Verkauf der erzeugten Energie können stabile und langfristige Einnahmen erzielt werden, die zur Entlastung der angespannten kommunalen Haushaltslagen beitragen. Kommunale Energieprojekte fördern zudem die Akzeptanz vor Ort und sichern, dass Gewinne in der Region verbleiben.

 

Darüber hinaus erhöht eine dezentrale und kommunal getragene Energieerzeugung die Resilienz und Ausfallsicherheit der Energieversorgung. Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, dass regionale Erzeugung, Speicherung und Nutzung erneuerbarer Energien ein wichtiger Faktor für Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit von externen Energieimporten sind.

 

Zudem ist nachweislich belegt, dass ein hoher Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung dämpfend auf die Energiepreise wirkt. Damit trägt der Ausbau erneuerbarer Energien nicht nur zum Klimaschutz, sondern auch zu bezahlbaren Energiepreisen für Bürger*innen sowie für die Wirtschaft bei.

 

Der Landesparteitag fordert die SPD-geführte Landesregierung Brandenburg auf:

  1. Die Energiestrategie 2040 konsequent fortzuschreiben und umzusetzen und dabei auf eine enge Kooperation mit den Bürger*innen, kommunalen Akteur*innen, wissenschaftlichen Einrichtungen und kommerziellen Unternehmen zu achten.
  2. Kommunen aktiv zu unterstützen bei:
    – der Finanzierung der Errichtung von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien,
    – der Identifikation und Bewertung geeigneter Standorte,
    – der Erschließung und Nutzung von Fördermitteln aus nationalen und europäischen Förderprogrammen.3.Kommunale und regionale/landeseigene Energiegesellschaften bevorzugt zu fördern und rechtliche sowie finanzielle Rahmenbedingungen zu schaffen bzw. fortzuentwickeln, die die kommunale Beteiligung und Eigentümerschaft stärken.4. Speichertechnologien und intelligente Netze als integralen Bestandteil des Ausbaus erneuerbarer Energien voranzubringen, um Versorgungssicherheit und Netzstabilität zu erhöhen.

55/I/2026 Gute und faire Arbeitsbedingungen im Glasfaserausbau sicherstellen – Verantwortung der Auftragnehmer*innen stärken

13.02.2026

Der flächendeckende Glasfaserausbau ist eine zentrale Voraussetzung für die wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Entwicklung Brandenburgs. Eine hochleistungsfähige, flächendeckende Versorgung unseres Landes mit Glasfaser ist elementar für Wettbewerbsfähigkeit und Standortattraktivität. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur stärkt den ländlichen Raum, schafft gleichwertige Lebensverhältnisse, sichert Arbeitsplätze, ermöglicht moderne Bildung und Verwaltung und erhöht die Attraktivität des Landes als Wirtschafts- und Innovationsstandort. Brandenburg kommt dabei aufgrund seiner besonderen regionalen Struktur und seiner Rolle im Berliner Umland eine herausgehobene und priorisierte Bedeutung zu.

Der notwendige schnelle Ausbau der Glasfasernetze darf jedoch nicht auf Kosten der Beschäftigten erfolgen, die diesen Ausbau tagtäglich umsetzen. Gute Arbeit, faire Löhne und sichere Arbeitsbedingungen sind sozialdemokratische Grundwerte und müssen auch – und gerade – im Glasfaserausbau verbindlich gewährleistet werden.

Der Landesparteitag fordert daher:

Verbindliche Kontrolle von Arbeits- und Gesundheitsschutz:

Die Einhaltung der geltenden Vorschriften des Arbeits- und Gesundheitsschutzes aller am Glasfaserausbau beteiligten Unternehmen muss regelmäßig kontrolliert werden. Dazu gehören insbesondere Sicherheitsstandards der Arbeitsplätze, die Schutzkleidung, die regelmäßigen Unterweisungen sowie wirksame Maßnahmen zur Unfallverhütung.

Einhaltung gesetzlicher Arbeitszeitregelungen:

Die gesetzlichen Vorgaben zu Arbeits- und Ruhezeiten müssen kontrolliert und Verstöße geahndet werden.

Sicherung von Mindestlohn und fairer Entlohnung:

Für alle Beschäftigten im Glasfaserausbau gilt der gesetzliche Mindestlohn. Dieser wird regelmäßig kontrolliert. Lohndumping, Scheinselbstständigkeit und andere Umgehungsstrategien sind entschieden zu bekämpfen. Perspektivisch sind tarifliche Regelungen und branchenspezifische Mindeststandards zu stärken.

Umfassender Unfall- und Sozialversicherungsschutz:

Alle Beschäftigten müssen ordnungsgemäß sozial- und unfallversichert sein. Verstöße gegen Melde- und Versicherungspflichten sind konsequent zu ahnden.

Recht auf Mitbestimmung und gewerkschaftliche Vertretung:

Die Beschäftigten müssen ihr Grundrecht auf betriebliche Mitbestimmung sowie auf gewerkschaftliche Organisation und Vertretung uneingeschränkt wahrnehmen können. Einschüchterung, Behinderung von Betriebsratsarbeit oder gewerkschaftlicher Tätigkeit dürfen nicht toleriert werden.

 

Haftung der Auftraggeber*innen stärken – Verantwortung darf nicht ausgelagert werden:

Die SPD Brandenburg setzt sich dafür ein, dass die auftragnehmenden Hauptunternehmen im Glasfaserausbau für die Einhaltung der Arbeits- und Sozialstandards entlang der gesamten Auftragskette verantwortlich gemacht werden. Ein Verweis auf Subunternehmen darf nicht dazu dienen, Verantwortung abzuwälzen oder Missstände zu verschleiern. Öffentliche und private Auftraggeber*innen sollen nur solche Unternehmen beauftragen, die nachweislich für faire Arbeitsbedingungen auch bei eingesetzten Nach- und Subunternehmen sorgen.

50/I/2026 Klare Unterstützung für die EXPO 2035 – Brandenburg aktiv einbeziehen

13.02.2026

Die SPD Brandenburg fordert die SPD-geführte Landesregierung auf, das privatwirtschaftlich organisierte Vorhaben EXPO 2035 ausdrücklich politisch zu unterstützen und diese Unterstützung gegenüber den Initiator*innen des Projekts klar und verbindlich zu kommunizieren.

Zugleich setzt sich die Landesregierung dafür ein, dass Brandenburg von Beginn an als gleichwertiger Partner in Planung, Bewerbung und Umsetzung der EXPO 2035 einbezogen wird.

49/I/2026 Klimaschutz

13.02.2026

Die SPD Brandenburg setzt sich dafür ein, dass verstärkt Projekte und Maßnahmen des Umweltschutzes wie zur CO²-Emissions-Reduzierung sowie rationellen und effizienten Energienutzung Inhalt des politischen Handelns werden.

Fundiertes Herangehen bei den Bemühungen zur Herstellung eines nachhaltigen Wasserhaushaltes ist zu unterstützen.