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46/I/2026 Azubis dürfen nicht abgehängt werden

13.02.2026

Die SPD Brandenburg und die SPD-Landtagsfraktion setzen sich dafür ein, dass zukünftig ein ÖPNV Azubi-Ticket in Höhe von maximal 20 € im Monat im Land Brandenburg angeboten wird. In einem Flächenland wie Brandenburg ist ein bezahlbarer und gut ausgebauter ÖPNV essenziell. Er ermöglicht vor allem sozioökonomisch schwächer gestellten Menschen soziale Teilhabe über ihre eigene Stadt hinaus und bietet eine ökologisch saubere Alternative zum Auto. Berechtigt sind alle Azubis und Teilnehmer*innen eines Freiwilligendienstes im Land Brandenburg, das Land finanziert für diese Gruppen das Deutschlandticket gegen.

47/I/2026 Verbesserung der Verknüpfung der regionalen Verkehrsverbindungen zwischen dem Land Brandenburg und dem Land Berlin – Überwindung der verkehrstechnischen Hindernisse als Relikt nach 35 Jahren Wiedervereinigung

13.02.2026

In den vergangenen Jahrzehnten sind die überregionalen Verkehrsverbindungen zwischen den beiden Bundesländern ausgebaut worden. Das gilt leider nicht für die früher existierenden Verkehrsverbindungen oder die Verbindungen, die noch dem Stand vor dem Mauerbau entsprechen. Ein Beispiel für solche dysfunktionalen Verbindungen ist die Straße zwischen Teltow und dem Teltower Damm in Berlin-Zehlendorf. Hier bilden sich mit großer Regelmäßigkeit erhebliche Staus, in denen auch die Busse der Nahverkehrsbetriebe stecken bleiben und erhebliche Verspätungen entstehen. Gleichzeitig müssen sich Fußgänger*innen und Radfahrer*innen viel zu schmale und gefährliche „Randstreifen“ teilen.

45/I/2026 Schiene statt Stillstand: RB12 bis Eberswalde durchbinden sowie RB63 nach Templin wieder durchfahren lassen

13.02.2026

Die SPD Brandenburg bekennt sich uneingeschränkt zum Deutschlandtakt als gesetzlich verankerter Grundlage der Schienenplanung gemäß Bundesschienenwegeausbaugesetz (BSWAG).

Die SPD Brandenburg fordert die verbindliche Aufnahme der Durchbindung der RB12 (Berlin – Templin – Joachimsthal – Eberswalde) in den nächsten Landesnahverkehrsplan (LNVP) des Landes Brandenburg.

Die SPD Brandenburg lehnt jede verkehrspolitische Entwicklung ab, die zu einer Schwächung der Schienenanbindung im ländlichen Raum führt und bekennt sich ebenso ausdrücklich zum Erhalt und Ausbau der RB63 (Eberswalde – Joachimsthal – Templin).

Die SPD-geführten Ministerien werden aufgefordert, sich aktiv in die laufende Überarbeitung des Deutschlandtakt-Zielfahrplans einzubringen und dabei die Interessen Nordostbrandenburgs konsequent gegenüber dem Bund zu vertreten.

44/I/2026 Schienengebundener Personennahverkehr im LK OSL

13.02.2026

Der SPD-Unterbezirk Oberspreewald-Lausitz fordert den Landesparteitag der SPD-Brandenburg, die sozialdemokratischen Mitglieder der Landesregierung, der SPD-Landtagsfraktion und die Brandenburger Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion auf, ein integriertes Konzept für den schienengebundenen Personennahverkehr (SPNV) im OSL-Kreis entsprechend der folgenden Punkte zu erarbeiten und umzusetzen.

Integriertes SPNV-Konzept
In Abstimmung mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), den betroffenen Landkreisen und Kommunen sowie der Deutschen Bahn AG und weiteren Infrastrukturunternehmen ein integriertes Konzept für einen zukunftsfähigen SPNV des Landkreises Oberspreewald-Lausitz vorzulegen. Das Konzept soll insbesondere: Maßnahmen für bessere Reisezeiten, Pünktlichkeit und Anschlusssicherheit, die mittelfristige Angebotsentwicklung (Takte, Linienführungen, Direktverbindungen) sowie die Verzahnung mit Strukturstärkungsgesetz und Deutschlandtakt darlegen.

Den Blick auf folgende Achsen zu legen und sie entsprechend weiterzuentwickeln,  sodass

    Achse Cottbus – Senftenberg – Ruhland – Priestewitz – Dresden
    – die zulässige Höchstgeschwindigkeit, insbesondere zwischen Neupetershain – Senftenberg – Ruhland – Priestewitz, auf mindestens 120 km/h angehoben wird
    – bestehende Langsamfahrstellen in den Bahnhöfen Senftenberg und Ruhland abgebaut werden
    – der eingleisige Abschnitt Ruhland – Priestewitz auf Kapazität und Beschleunigung geprüft wird, einschließlich Varianten für einen zweigleisigen Ausbau oder zusätzliche Begegnungsabschnitte, um Reisezeiten von 80–90 Minuten (Cottbus–Dresden) bzw. unter 60 Minuten (Senftenberg–Dresden) zu ermöglichen.

    Achse Berlin – Lübbenau – Calau – Altdöbern – Großräschen – Senftenberg
    – die zulässige Höchstgeschwindigkeit zwischen Lübbenau, Calau, Großräschen und Senftenberg auf mindestens 120 km/h angehoben wird,
    – das zweite Gleis im Haltepunkt Luckaitztal reaktiviert wird,
    – das fehlende zweite Gleis zwischen Altdöbern und Großräschen wieder aufgebaut wird
    – in den Bahnhöfen Altdöbern und Großräschen jeweils ein zweiter Bahnsteig errichtet wird, der leistungsfähige Zugkreuzungen und barrierefreie Einstiege ermöglicht,
    – der Bahnhof Calau barrierefrei umgebaut und so gestaltet wird, dass möglichst bahnsteiggleiche Richtungsanschlüsse zwischen Leipzig und Berlin über Lübbenau/Lübben (Spreewald) sowie Altdöbern/Großräschen/Senftenberg und Cottbus erreichbar sind.

    S-Bahn-Verlängerung Dresden – Kamenz – Senftenberg
    im Rahmen der Fortschreibung des Landesnahverkehrsplans und des SPNV-Perspektivnetzes 2030+ die Verlängerung der S-Bahn-Linie S8 Dresden – Kamenz nach Senftenberg als prioritäres Vorhaben zu unterlegen.
    Zudem sollen:
    – Möglichkeiten einer stufenweisen Umsetzung, z. B. durch beschleunigte Regionalzüge auf der Relation Senftenberg – Hosena – Kamenz, geprüft werden und
    – gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen, dem VBB und dem VVO ein Fahrplan- und Finanzierungskonzept für ein attraktives, mindestens stündliches Angebot erarbeitet werden.

     RE 10 Linie Frankfurt (Oder) – Leipzig

      -Eine umgehende Kapazitätserhöhung des Sitzplatzangebots (zusätzliche Waggoneinheit) ist erforderlich, da eine permanente sehr hohe Auslastung dieser Linie gegeben ist.

      -Eine Taktverbesserung von 120 Minuten auf 60 Minuten ist anzustreben, da diese Verbindung sehr stark nachgefragt wird.

      Mehr Fernverkehrsmöglichkeiten schaffen

        Die Lausitz braucht mehr Knotenpunkte für den Schienenfernverkehr. Großstädte wie Cottbus sowie Umsteigepunkte in Lübbenau oder Falkenberg (EE) müssen verstärkt mit Fernverkehrsangeboten ausgestattet werden. Dort wo es möglich ist, müssen Züge der Klasse IC oder ICE vermehrt halten. Entsprechend notwendige, bauliche Maßnahmen sind durch die Deutsche Bahn vorzunehmen. Der Fernverkehr sorgt für mehr Tourismus und Geschäftsreisen in die Region.

        38/I/2026 Frauenschutzwohnungen erhalten

        13.02.2026

        Die SPD Brandenburg setzt sich dafür ein, dass die Bemühungen zur Schaffung und Erhaltung von Frauenschutzwohnungen verstärkt werden. Das Land Brandenburg wird bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode sicherstellen, dass die gemäß seinem Anteil an der weiblichen Bevölkerung nach der Istanbul-Konvention vorzuhaltenden Frauenschutzwohnungen bereitgestellt werden können

        39/I/2026 Verpflichtung zum 8-Stunden-Tag und zur Sicherung der Teilzeitregelungen

        13.02.2026
        1. Die SPD-Landespartei wird beauftragt, sich auf dem nächsten Bundesparteitag dafür einzusetzen, dass es bei den Regelungen zum Arbeitszeitgesetz (8-Stunden-Tag) sowie beim Teilzeit- und Befristungsgesetz zu keinen Verschlechterungen oder deren Abschaffungen kommt.
        2. Sollten auf Bundesebene – insbesondere im Bundesrat – Vorhaben eingebracht werden, die auf eine Einschränkung oder Abschaffung des Arbeitszeitgesetzes (8-Stunden-Tag) oder der bestehenden Teilzeitregelungen (Teilzeit- und Befristungsgesetz) abzielen, wird die SPD-geführte Landesregierung aufgefordert, diesen Vorhaben nicht zuzustimmen und ihnen aktiv entgegenzutreten.

        40/I/2026 Innovationsförderung neu ausrichten – Mittelstand, Start-ups und industrielle Skalierung stärken

        13.02.2026

        Die SPD Brandenburg setzt sich für eine grundlegende Neuausrichtung der Forschungs- und Innovationsförderung ein. Ziel ist es, innovative kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Start-ups sowie skalierbare Hochtechnologien systematisch zu stärken und den Transfer von Forschungsergebnissen in industrielle Anwendungen wirksam zu unterstützen.

        Die bisherige Förderpraxis führt in wesentlichen Teilen zu einer strukturellen Schieflage: Öffentliche Mittel konzentrieren sich überwiegend auf etablierte Forschungsstrukturen, während junge, innovative Unternehmen und mittelständische Betriebe nur eingeschränkt Zugang zu Förderinstrumenten erhalten. Dadurch werden Investitionen in marktfähige Produkte, Produktionskapazitäten und Skalierungsprozesse ausgebremst.

        Insbesondere in strategischen Zukunftsfeldern wie der Quantentechnologie zeigt sich, dass umfangreiche Förderung der Grundlagenforschung nicht ausreicht. Fehlende Anschlussfinanzierungen, fragmentierte Förderprogramme und unzureichende industrielle Infrastruktur verhindern häufig den Übergang von wissenschaftlicher Exzellenz zur wirtschaftlichen Anwendung. In der Folge werden in Deutschland entwickelte Innovationen von internationalen Wettbewerbern zur Marktreife gebracht, während Wertschöpfung, industrielle Souveränität und Arbeitsplätze andernorts entstehen.

        Eine sozialdemokratische Innovations- und Industriepolitik muss deshalb konsequent auf industrielle Umsetzung, Skalierbarkeit und Koordination ausgerichtet werden. Sie muss den Aufbau eigener Produktionskapazitäten fördern, den Mittelstand als Innovationsmotor stärken und dafür sorgen, dass öffentlich finanzierte Forschung auch zu gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Nutzen im eigenen Land führt.

        41/I/2026 Kein Ende ohne Tarifvertrag: Tariflücke endlich schließen! TVStud durchsetzen!

        13.02.2026

        Die SPD Brandenburg bekennt sich weiterhin zu einem Tarifvertrag für die studentischen Beschäftigten (TVStud) an den Brandenburger Hochschulen. Besonders vor dem Hintergrund der neu gebildeten Regierungskoalition mit der CDU wird sich die SPD dafür einsetzen, dass die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) einen Vertrag zur  Tarifierung der studentischen Beschäftigten mit den Gewerkschaften abschließt. Im  Rahmen von Abstimmungen innerhalb der TdL und diesbezüglich stattfindenden  Meinungsbildungsprozessen innerhalb der Landesregierung wird die SPD Brandenburg  keinen Abschluss unterstützen, der keine Tarifierung der studentischen Beschäftigten enthält.

        42/I/2026 Gerechte Löhne sichern – Tarifbindung stärken

        13.02.2026

        Die SPD Brandenburg bekennt sich ausdrücklich zu den Zielen des Regierungsprogramms der SPD Brandenburg 2024–2029, wonach gut bezahlte Arbeit im Land Brandenburg Priorität hat und die Steigerung der Tarifbindung ein zentrales arbeitsmarkt- und sozialpolitisches Anliegen ist. Sie setzt sich dafür ein, die darin formulierten Vorhaben zur Sicherung gerechter Löhne und zur Stärkung der Tarifbindung konsequent, verbindlich und wirksam umzusetzen.

        Insbesondere fordert der Landesparteitag, dass sich die SPD Brandenburg dafür einsetzt,

        1. die Stärkung der Tarifbindung als zentrales arbeitsmarkt- und sozialpolitisches Ziel des Landes Brandenburg festzuschreiben,
        2. öffentliche Aufträge des Landes und landesnaher Betriebe konsequent an Tariftreue und faire Löhne zu binden,
        3. Maßnahmen zur Unterstützung tarifgebundener Unternehmen sowie zur Erhöhung der Tarifbindung, insbesondere in bislang schwach tarifgebundenen Branchen, weiterzuentwickeln,
        4. die Vorbildfunktion des Landes Brandenburg als Arbeitgeber auszubauen sowie tarifliche Standards zu sichern und zu stärken,
        5. die bestehenden Instrumente zur Kontrolle und Durchsetzung von Tariftreue wirksam auszugestalten und weiterzuentwickeln.

        43/I/2026 Teilzeit ist Ausdruck sozialer Gerechtigkeit - Gleichstellung und Erwerbsarbeit stärken

        13.02.2026

        Die SPD Brandenburg bekennt sich ausdrücklich zur Teilzeitbeschäftigung als gleichwertige und legitime Form der Erwerbsarbeit.

        Teilzeit ist Bestandteil moderner Arbeits- und Lebensrealitäten. Sie ist ein wichtiger Bestandteil einer wirksamen Gleichstellungspolitik. Sie ermöglicht die Vereinbarkeit von Familie, Pflege, gesellschaftlichem Engagement und Beruf.

        Gleichzeitig stellt der Landesparteitag fest: Ein erheblicher Teil der Teilzeitbeschäftigung erfolgt nicht nur aus freier Entscheidung, sondern aufgrund struktureller Rahmenbedingungen. Viele Beschäftigte arbeiten in Teilzeit, weil:

        • Kinderbetreuungsangebote nicht ausreichen oder zeitlich nicht passen,
        • Ganztags- und Randzeitenbetreuung nach wie vor fehlen,
        • Pflegeverantwortung für Angehörige übernommen wird,
        • betriebliche Arbeitszeitmodelle nicht so flexibel sind, wie vielfach dargestellt.

        Wer politisch eine Reduzierung von Teilzeit oder eine Ausweitung von Vollzeiterwerbstätigkeit fordert, muss zunächst die gesellschaftlichen, sozialen und infrastrukturellen Voraussetzungen für echte Wahlfreiheit schaffen.

        Die SPD Brandenburg fordert daher vom Bund:

        1. Den flächendeckenden und verlässlich finanzierten Ausbau der Kinderbetreuung einschließlich Randzeiten- und Ferienbetreuung.
        2. Eine nachhaltige (dauerhafte) Finanzierung des Ganztagsanspruchs sowie eine Fachkräftestrategie im Erziehungsbereich.
        3. Verbesserte Rahmenbedingungen für pflegende Angehörige, einschließlich flexibler Arbeitszeitmodelle und sozialer Absicherung.
        4. Die Stärkung des Rechts auf Rückkehr aus befristeter Teilzeit sowie bessere Durchsetzungsmöglichkeiten bei Arbeitszeitaufstockung.
        5. Die Überprüfung steuer- und sozialrechtlicher Regelungen, die eigenständige Erwerbsbiografien schwächen oder Teilzeit strukturell verfestigen. Teilzeit darf weder stigmatisiert noch strukturell erzwungen werden. Das Ziel sozialdemokratischer Politik ist eine echte Wahlfreiheit.