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29/I/2026 Medienbildung für Lehrkräfte – Rechte Inhalte erkennen und gegensteuern

13.02.2026

Wir fordern die SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg auf, eine effektive Strategie für die Fortbildung von Lehrkräften im Bereich Medien zu entwickeln. Der Fokus dieser Strategie muss auf der Fähigkeit liegen, rechte Social Media Inhalte zu erkennen und aktiv gegenzusteuern. Gemeint sind hierbei vor allem jene Inhalte, bei denen es sich um offensichtliche Falschinformationen handelt bzw. jene Inhalte, welche den Grundsätzen der freiheitlich demokratischen Grundordnung gegenüberstehen.

28/I/2026 Verbindliche Sprachstandsfeststellung mit vier Jahren – Früh fördern statt später reparieren (nach dem Hamburger Vorbild)

13.02.2026

Die SPD Brandenburg setzt sich für die Einführung einer verbindlichen Sprachstandsfeststellung im Alter von vier Jahren für alle Kinder in Brandenburg ein.

Grundlage soll ein landesweit einheitliches, wissenschaftlich fundiertes Verfahren sein, orientiert am erfolgreichen Vorgehen der Hansestadt Hamburg.

Kinder mit festgestelltem Förderbedarf erhalten:

  • einen verbindlichen individuellen Förderplan,
  • prioritären Zugang zu Sprachförderangeboten,
  • bei Bedarf frühzeitige logopädische Diagnostik und Therapie,
  • Unterstützung bei der Vermittlung geeigneter Reha- oder Frühfördermaßnahmen.

Das Land stellt sicher:

  • ausreichende Fachkräfte in Sprachförderung und Logopädie,
  • auskömmliche Finanzierung für Kommunen und freie Träger,
  • eine enge Kooperation zwischen Kitas, Eltern, Gesundheitsämtern und Grundschulen.

Ziel ist eine verbindliche Dokumentations- und Übergabestruktur zwischen Kita und Schule, um Förderbedarfe transparent und kontinuierlich zu begleiten.

1/I/2026 Mitsprechen statt ,,Mitmeinen”

13.02.2026

Der Landesparteitag der SPD Brandenburg möge beschließen, dass in allen Satzungen, Anträgen, Programmen und sonstigen offiziellen Dokumenten der SPD Brandenburg künftig eine gendergerechte und inklusive Sprache verwendet wird.

2/I/2026 Social Media

13.02.2026

Den Landesvorstand dahingehend aufzufordern, die Strukturen der SPD Brandenburg auf Social

Media nachhaltig zu professionalisieren. Ziel soll es sein eine/n landesweite/n Beauftragte/n für die Koordinierung der Beiträge auf den gängigen Social Media Plattformen (Instagram, Facebook, TikTok, Mastodons und Discovery) zu haben.

Die Aufgaben sind folgende:

  • Erstellung von „content“

Der/Die Beauftragte ist zuständig für die Erarbeitung und Erstellung von digitalen Dateien (vorzugsweise Videomaterial wie z.B. „reels“) welches auf Social Media geteilt wird.

  • Verbindung in die Fläche

Des Weiteren ist der/die Beauftragte Ansprechpartner*in für Unterbezirke und Ortsvereine. Er/Sie unterstützt die Unterbezirke und Ortsvereine z.B. mittels Onlineformat dabei, sich auf Social Media zurechtzufinden und gibt diesen einen Leitfaden an die Hand, wie gelungener content erstellt wird.

  • Collab-Beiträge

Letztlich kann diese/r Beauftragte auch die Landtagsabgeordneten in Collaberations-Beiträgen unterstützen. Indem also Beiträge der „SPD Brandenburg“ in Zusammenarbeit mit Landtagsabgeordneten erstellt und auf diese zugeschnitten sind, werden diese im Netz sichtbarer.

4/I/2026 Gleiche Anerkennung und Unterstützung für alle Ehrenämter – Ehrenamt ganzheitlich stärken

13.02.2026

Ehrenamtliches Engagement ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Ob in der Freiwilligen Feuerwehr, im Katastrophenschutz, in Sportvereinen, Hospizen, der Jugendarbeit, der Geflüchtetenhilfe, in sozialen Beratungsstellen oder im kulturellen Bereich. In Brandenburg übernimmt jeder Dritte Verantwortung, hält den gesellschaftlichen Zusammenhalt aufrecht und füllt staatliche Lücken mit Solidarität und Einsatzbereitschaft. Es ist richtig und notwendig, dass Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren sowie anderer Hilfsorganisationen staatliche Unterstützung, finanzielle Anerkennung und strukturelle Förderung erhalten. Gleichzeitig zeigt sich jedoch eine deutliche Schieflage: Viele andere Formen des Ehrenamts, insbesondere im sozialen, pflegerischen, sportlichen und kulturellen Bereich, erfahren bislang deutlich weniger Anerkennung und Unterstützung.

Diese Ungleichbehandlung ist weder gerecht noch zukunftsfähig. Auch Ehrenamtliche außerhalb klassischer Blaulichtstrukturen leisten unverzichtbare Arbeit. Ohne dieses Engagement würde unser soziales Gefüge massiv an Stabilität verlieren.

Wir fordern daher die SPD-Landtagsfraktion und die zuständigen Ministerien auf, Umsetzungsmöglichkeiten für den folgenden 4-Punkte-Plan zu ergreifen.

Verbesserte strukturelle Rahmenbedingungen

Ehrenamtliche benötigen verlässliche Strukturen: Fortbildungsangebote, psychosoziale Unterstützung (insbesondere in belastenden Bereichen wie Hospizen) sowie bessere Grundlagen für die Vereinbarkeit von Ehrenamt, Beruf, Studium und Schule.

Anrechnungsmöglichkeiten für die Rente

Ehrenamtliche Tätigkeiten sollten bei den Rentenversicherungen mit entsprechenden Punkten angerechnet werden können.

Stärkung junger Ehrenamtlicher

Insbesondere junge Menschen engagieren sich häufig ehrenamtlich, stoßen dabei jedoch auf finanzielle, zeitliche und institutionelle Hürden. Diese müssen gezielt abgebaut werden, etwa durch Freistellungsregelungen, Anrechnungsmöglichkeiten oder gezielte Förderprogramme.

Gleichstellung bei Versicherungs- und Vergünstigungsmodellen

Derzeit profitieren Mitglieder bestimmter Ehrenamtsbereiche, insbesondere der Freiwilligen Feuerwehren, von Sonderkonditionen bei Versicherungen und weiteren Vergünstigungen. Diese Praxis führt faktisch zu einer Ungleichbehandlung ehrenamtlichen Engagements. Versicherungsmodelle, Rabatte und Absicherungen müssen daher auf alle Ehrenamtlichen ausgeweitet werden, insbesondere in sozialen, pflegerischen und zivilgesellschaftlichen Bereichen.

8/I/2026 Integration stärken statt einschränken – Keine kommunale Wohnsitzauflage für Geflüchtete

13.02.2026

Die SPD Brandenburg lehnt die Einführung oder Ausweitung kommunaler Wohnsitzauflagen für Geflüchtete ab.

Die SPD Brandenburg setzt sich auf Landesebene dafür ein, dass Integration durch freiwillige Ansiedlung, soziale Teilhabe und individuelle Perspektiven gefördert wird – nicht durch Zwangsmaßnahmen.

Statt Wohnsitzauflagen sind zielgerichtete Investitionen in Wohnraum, Integration, Bildung und kommunale Infrastruktur zu stärken, insbesondere in Kommunen mit hoher Aufnahmeleistung.

48/I/2026 Wasser

13.02.2026
  1. Das bereits in der laufenden Legislatur definierte Vorhaben einer Überarbeitung der wasserrechtlichen Vorschriften des Landes, hier insbesondere die Novellierung des Brandenburgischen Wassergesetzes, wird die SPD Brandenburg mit hohem Nachdruck vorantreiben.
  2. Die SPD Brandenburg wird die seit Jahrzehnten betriebene Fokussierung auf die Möglichkeiten der Wasserabfuhr beenden und damit die gesamte Wassergesetzgebung des Landes an die realen Bedarfe ausgeglichener Wasserbilanzen in den Binneneinzugsgebieten anpassen. Die SPD Brandenburg wird bei der Überarbeitung der wasserrechtlichen Vorschriften das gegenwärtig vollständig eigentümerbasierte Finanzierungssystem der Unterhaltung über die Wasser- und Bodenverbände um ein neues Element ergänzen. Mit dieser Ergänzung sollen künftig die dringend notwendigen Investitionen in die technischen Einrichtungen des Wasserrückhalts in der Landschaft sicherstellt.
  3. Die SPD Brandenburg wird außerdem bei der Überarbeitung der wasserrechtlichen Vorschriften auf den gemeinwohlorientierten Charakter des Wassermanagements und der Siedlungswasserwirtschaft abstellen und dabei einen besonderen Fokus auf die Belange der Kommunen legen.
  4. Die SPD Brandenburg wird insbesondere beauftragt, unverzüglich und mit Nachdruck auf eine Verbesserung der strukturellen Weiterentwicklung der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgungsinfrastruktur im Land Brandenburg hinzuwirken. Sie wird in diesem Zusammenhang die unmittelbare Steuerung der Verbände über die kommunale Familie wahren. Gleichzeitig wird sie in diesem Rahmen die gesetzlichen Grundlagen dahingehend überarbeiten, damit zukünftig eine übergeordnete und steuernde Sicht auf die Wasserbilanzierung im Land Brandenburg, auch über den einzelnen Verbandscharakter als Gesamtschau über alle Einzugsgebiete des Landes Brandenburg, gewährleistet ist.
  5. Die SPD Brandenburg wird auf der Ebene des Landes auf die Einrichtung eines runden Tisches zum Management des Landschaftswasserhaushaltes und der Siedlungswasserwirtschaft drängen, an dem Vertreter aus der Landesregierung, der kommunalen Familie, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft als Berater für die Herausforderungen der nächsten Jahre vertreten sind. Ziel dieses runden Tisches soll insbesondere auch sein, Projekte wie beispielsweise Vorhaben zur Schwammstadt und zum innovativen Wassermanagement zu entwickeln, welche von den unmittelbar Betroffenen mit der Unterstützung des Landes umgesetzt werden sollen.

26/I/2026 Gründung einer landeseigenen Gesellschaft für Betrieb und Verwaltung von Altenpflegeheimen prüfen

13.02.2026

Der Landesparteitag fordert die SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg auf, zu beraten, inwieweit eine landeseigene Gesellschaft zum Betrieb und zur Verwaltung von Altenpflegeheimen gegründet werden kann.

Ziel einer solchen Gesellschaft soll es sein,

  1. bezahlbare Pflege für pflegebedürftige Menschen sicherzustellen und die stetig steigenden Eigenanteile für Bewohner*innen von Altenpflegeheimen wirksam zu begrenzen,
  2. Spekulationen mit Pflegeimmobilien und renditegetriebene Geschäftsmodelle im Bereich der stationären Altenpflege einzudämmen,
  3. Pflegeheime ohne Gewinn- und Renditeorientierung zu betreiben und Überschüsse ausschließlich zur Qualitätsverbesserung, Personalbindung und Entlastung der Pflegebedürftigen zu verwenden,
  4. die soziale Verantwortung des Landes im Hinblick auf den demografischen Wandel und den steigenden Pflegebedarf noch stärker wahrzunehmen.